Sommerrundreise 2026

Hoch hinaus im Harz: Gondeln, Wipfel und schwebende Bäume

Nach der entspannten Seen-Idylle in Mecklenburg wurde es Zeit für etwas Bergluft. Wir haben den Harz angesteuert und uns in Bad Harzburg im „Hotel & Spa Seela“ einquartiert. Wir hatten ein richtig schönes, geräumiges Familienzimmer im Altbau des Hotels erwischt. Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war unglaublich reichhaltig – die perfekte Grundlage für das, was wir vorhatten.

Das Tor zum Nationalpark: Bad Harzburg Bad Harzburg gilt als eines der wichtigsten Heilbäder Niedersachsens und liegt direkt am Rand des Nationalparks Harz. Die Stadt kombiniert historischen Kur-Charme mit modernen Naturattraktionen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen der historische Burgberg mit den Ruinen der Harzburg, die Sole-Therme und die moderne Seilbahn.

Ein riesiger Pluspunkt unseres Hotels war die Lage. Wir mussten nur ein kurzes Stück laufen und waren nicht nur direkt in der Innenstadt, sondern auch schon an der Talstation der Burgberg-Seilbahn.

Gleich nach dem Frühstück haben wir uns eine der Gondeln geschnappt, in die bis zu 18 Personen passen, und sind in knapp drei Minuten auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg hinaufgeschwebt. Die Aussicht von dort oben über den Harz ist fantastisch, wir konnten in der Ferne sogar den Brocken erkennen.

Nachdem wir uns an dem Panorama sattgesehen hatten, wartete der eigentliche Nervenkitzel auf uns: Die Baumschwebebahn!

Adrenalin im Wald: Die Baumschwebebahn Harz Die Baumschwebebahn am Burgberg ist eine moderne Form der Zipline, aber viel gemütlicher und naturverbundener. An einem Rohrsystem, das sich in sanften Kurven den Berg hinabschlängelt, hängt man in einem bequemen Gurt-Sitz. Mit maximal 20 km/h gleitet man auf einer Länge von 1.000 Metern direkt durch die alten Eichen- und Buchenwälder hinab ins Tal.

Victoria und Benjamin haben sich gemeinsam in die Tiefe gestürzt, während ich mich kurz danach alleine auf die Strecke gemacht habe. Es ist ein wirklich spannendes Gefühl, nur an diesen Seilen im Sitz zu hängen und völlig lautlos ins Tal zu gleiten. Man fliegt förmlich durch die Baumkronen und streift hin und wieder fast einen Ast mit der Hand. Ein absolutes Erlebnis!

Unten angekommen, haben wir direkt das nächste Highlight in Angriff genommen: Den Baumwipfelpfad, der uns auf spektakulären Brückenkonstruktionen zurück in Richtung Talstation führte.

Perspektivenwechsel: Der Baumwipfelpfad Bad Harzburg Auf einer Länge von rund 1.000 Metern spaziert man auf dem Baumwipfelpfad Bad Harzburg völlig barrierefrei bis zu 22 Meter über dem Waldboden. Er bietet nicht nur großartige Ausblicke, sondern auch viele interaktive Lernstationen zur Flora und Fauna des Harzes, was den Spaziergang besonders für Kinder kurzweilig macht.

Wieder mit beiden Beinen sicher auf festem Boden, haben wir direkt den Spielplatz „Ameisen Erlebniswelt“ angesteuert. Während Benjamin ausgiebig geklettert ist, haben wir uns im benachbarten Gipfel Biergarten mit frischen Brezeln und kühlen Getränken belohnt.

Am zweiten Tag in Bad Harzburg haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Nach einer morgendlichen Runde Minigolf sind wir durch den schönen Ort geschlendert und haben der historischen Trinkhalle einen Besuch abgestattet, um das berühmte Heilwasser zu probieren. (Sagen wir es so: Es ist gesund, über den Geschmack lässt sich streiten!).

Kraft aus der Tiefe: Heilquellen und Heilwasser Bad Harzburg verdankt seinen Status als Kurort den stark solehaltigen Quellen, die tief aus der Erde sprudeln. Das Harzburger Natursole-Wasser ist reich an wertvollen Mineralien wie Magnesium, Calcium und Sulfat. Das Trinken des Wassers in der historischen Trinkhalle soll unter anderem bei Magen-Darm-Beschwerden und Stoffwechselproblemen helfen.

Zum Aufwärmen und Entspannen ging es danach noch in die Sole-Therme. Das warme Salzwasser tat nach all den Ausflügen unglaublich gut.

Entspannung pur: Die Harzburger Sole-Therme Die Sole-Therme wird direkt aus der knapp 840 Meter tiefen Dr.-Harras-Schneider-Quelle gespeist. Das Badewasser in den verschiedenen Innen- und Außenbecken hat angenehme 32 Grad Celsius und fördert durch den natürlichen Solegehalt die Durchblutung und entlastet die Gelenke.

Unseren Harz-Aufenthalt haben wir abends im Restaurant „Sagenhaft“ direkt an der Talstation abgeschlossen. Die Burger dort waren einfach phänomenal und der perfekte Schlusspunkt für unsere Zeit in den Bergen!